Gesundheit & Medizin

Demografischer Wandel als Innovationsmotor in Sachsen-Anhalt

Die Gesundheitswirtschaft zählt zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Das selbstbestimmte Leben im Alter mit einem hohen Maß an Lebensqualität gewinnt verstärkt an Bedeutung. Lebensstil-, umwelt- und altersbedingte Erkrankungen stellen die Medizintechnik, die Neurologie und Immunologie vor neue Herausforderungen.

Sachsen-Anhalts frühzeitige Befassung mit den Herausforderungen des demografischen Wandels wird zu einem bedeutenden nationalen und internationalen Wissensvorsprung. Das selbstbestimmte, freudvolle Leben im Alter in Sachsen-Anhalt wird zum Zukunftsmodell.

Piktogramm Medizin & Gesundheit

mehr zum Zukunftsmarkt Gesundheit & Medizin

Bei der Entwicklung und Herstellung innovativer medizintechnischer Produkte gehört Sachsen-Anhalt bereits zu den etablierten Standorten. Die Forschungs- und Entwicklungskompetenzen liegen in den  Bereichen Neurologie, Immunologie, Onkologie, minimal-invasive Diagnostik und Therapie, Biomedizin sowie der Pharma- und Impfstoffindustrie. Im landesweiten Cluster Medizin und Gesundheitstechnik (Med-Tech) arbeiten  neben Unternehmen und Vereine, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken zusammen. Ziel ist es, die Innovationskraft im Bereich der Gesundheitswirtschaft zu stärken und gemeinsam mit medizinischem Personal die Entwicklung zukunftsweisender medizintechnischer Produkte und Verfahren zu fördern.

Der  Forschungscampus STIMULATE an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg ist ein Leuchtturm für  die Erforschung und Entwicklung bildgeführter minimal-invasiver Diagnose- und Therapiemethoden. In Sachsen-Anhalt entsteht das Deutsche Zentrum für bildgestützte Medizin.

Im Rahmen des Landesvorhabens „Autonomie im Alter“ werden zahlreiche Projekte der Neurowissenschaften und der medizinischen Altersforschung gefördert. Hier stehen der menschliche Alterungsprozesses, die Früherkennung der Demenz, die Pflege, die Telemedizin, die Präventions- und Ernährungsforschung sowie die Entstehung und Behandlung  von Volkskrankheiten  im Mittelpunkt. In Sachsen-Anhalt wird eine Modellregion für  selbstbestimmtes Leben im Alter etabliert.

   

Vision 2020

Sachsen-Anhalts Medizinforschung und -technik wird zum international anerkannten Kompetenzzentrum für altersbedingte Erkrankungen und der Neurowissenschaften. Modelle und Strukturen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter mit hoher Lebensqualität werden national und international nachgefragt. Neugründungen und Standorterweiterungen von  Medizintechnik-  und führenden Pharmaunternehmen stärken Sachsen-Anhalts Position im Gesundheitsmarkt.

   
Spezialisierungsprofil

Spezialisierungsprofil

Neurologie/Immunologie

  • Verhaltensforschung, Demenzfrühdiagnostik
  • Molekulare Organisation der zellulären Kommunikation im Immunsystem
  • Nanotechnologien für Oberflächen

Autonomie im Alter

  • Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben
  • Technologien für kognitive technische Systeme

Medizintechnik

  • Bildgebende Verfahren in der Medizin
  • Systembiologie, Erfassung und Analyse bioelektrischer Signale
  • Aktives Gehör

Biomedizin/Pharmazie/Biopharmazeutika

  • Bioproteinchemie
  • Entwicklung von Wirkstoffen und Medikamenten

Therapeutische Plattformtechnologien

  • Geriatrie
  • Entwicklung therapeutischer Methoden
   
SWOT - Analyse

SWOT-Analyse

Stärken

  • gute Forschungsinfrastruktur (insbesondere zu neurodegenerativen Erkrankungen, Immunologie, Proteinbiotechnologie, Medizintechnik, Systembiologie)
  • Univations Institut für Wissens- und Technologietransfer an der Martin-Luther-Universität Halle als primäre Anlaufstelle für Ausgründungen auf dem Gebiet der Biotechnologie
  • Mobilisierung und Sichtbarkeit durch Cluster
  • gut beurteiltes Ausbildungsangebot

Schwächen

  • Leitfirmen der Biotechnologie und Medizintechnik fehlen; nachlassende Gründungsdynamik
  • Kooperationspotenziale unzureichend genutzt, kaum selbsttragende Netzwerk-Strukturen
  • schwache regionale Verankerung internationaler Produktionsunternehmen

Chancen

  • Weiterentwicklung zum int. Kompetenzzentrum im Bereich der Neurowissenschaften
  • Stimulierung von Unternehmensgründungen und Etablierung von Lead-Unternehmen
  • etablierte Institutionen der Neurowissenschaftlichen Innovationen und Technologie bieten Voraussetzungen für Unternehmensgründungen (DZNE)
  • Stärkung der Universitätsmedizin in Halle und Magdeburg durch Vernetzung des Forschungsprofilbereichs „Klinische Epidemiologie und Pflegeforschung“ an der MLU in Halle mit dem universitätsmedizinischen Forschungsschwerpunkt „Neurowissenschaften“ an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und den neuroaffinen Teildisziplinen der Medizin in Magdeburg
  • Etablierung überregionaler Kooperation
  • Etablierung eines Deutschen Zentrums für bildgestützte Medizin (Basis: Forschungscampus STIMULATE)
  • Kompetenzzentrum Onkologie
  • alternsfreundliche Gesellschaft (Landeskonzept „Autonomie im Alter“)

Risiken

  • steigende Gesundheitskosten
  • schwieriger Zugang zu internationalen Märkten
  • Hürden bei der Ansiedlung von Lead-Unternehmen, der Forcierung von Gründungen und der Etablierung nachhaltigen Transfers
  • Fachkräftemangel
  • Auslaufender Patentschutz
   
Verknüpfung mit anderen Leitmärkten

Verknüpfung mit anderen Zukunftsmärkten


   

Cluster & Netzwerke