Mobilität & Logistik

Sachsen-Anhalt bringt Dynamik in die Mobilität der Zukunft

Ein weltweit wachsendes Mobilitätsbedürfnis, damit einhergehende Engpässe in der Infrastruktur, wachsende Umweltbelastungen und schwindende Erdölvorkommen erfordern innovative und zukunftsfähige Verkehrslösungen. Energieeffiziente, emissionssparende Fahrzeuge und Herstellungstechnologien sowie intelligente multimodale Verkehrssysteme  werden künftig den Markt bestimmen.

Sachsen-Anhalt hat mit seiner leistungsfähigen Zulieferindustrie für den Autobau und der anwendungsorientierten Forschung die Kompetenz, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.

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In jedem in Deutschland gebautem Auto steckt ein Stück Sachsen-Anhalt. Mit technischen Innovationen in der Antriebstechnik, bei alu- und polymerbasierten Leichtbaukomponenten sowie im Bereich der E-Mobilität hat sich Sachsen-Anhalt als Kompetenzzentrum für die Automobilzulieferindustrie etabliert. Leistungsfähige Kooperationen bestehender Cluster, wie MAHREG Automotive und ELISA (Elektromobil, Leicht, Intelligent für Sachsen-Anhalt) mit universitären und außeruniversitäreren Forschungseinrichtungen bringen zukunftsfähige Entwicklungen zur Produktionsreife.

Ein ultraleichter Radnabenmotor für Elektroautos „Made in Sachsen-Anhalt“ ist Ergebnis einer engen Zusammenarbeit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit verschiedenen Industriepartnern im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität und Leichtbau (ELISA).  Das Projekt ist beispielhaft für den Technologievorsprung dank der vorhandenen Forschungskompetenz in Sachsen-Anhalt.

Das Institut für Kompetenz in AutoMobilität - IKAM GmbH in Magdeburg und Barleben ist für die industrienahe Forschung und Entwicklung im Automotive-Sektor von zentraler Bedeutung. Forschungsfelder sind Antriebstechnik, E-Mobilität, Leichtbau sowie Mess-und Prüftechnik.

Unter dem Label „Smart Mobile Energy“ wird der Forschungsschwerpunkt Automotive und die Vernetzung der verschiedenen Akteure vorangetrieben.  Intelligente Verkehrssysteme werden erforscht und entwickelt, um die Verkehrseffizienz und Verkehrssicherheit bei vorhandener Infrastruktur nachhaltig neu zu organisieren.

 

 

   

Vision 2020

Als Zulieferer innovativer Antriebstechniken und effizienter Energieträger stärkt Sachsen-Anhalt seine Position im nationalen und internationalen Wettbewerb. Praxiserprobte intelligente Logistikkonzepte und Verkehrssysteme verbessern die Verkehrssituation auf den Straßen.

   
Spezialisierungsprofil

Spezialisierungsprofil

Nachhaltige Antriebskonzepte/Antriebsstrang

  • Verbrennungs- und Gasmotoren, Brennstoffzelle
  • Radnabenmotor
  • Range Extender, Energiemanagement
  • Energieeffizienz von Antrieben

Elektromobilität

  • Kontaktlose Energie- und Datenübertragung
  • Energiemanagement, Leistungselektronik
  • Infrastrukturlösungen

Leichtbau, Miniaturisierung/neue Werkstoffe

  • Konstruktiver Leichtbau von Antriebsstrang, elektrischen Antrieben sowie Fahrwerk
  • Aluminiumguss, pulvermetallurgische Komponente
  • Hybrid- und Compositwerkstoffe

Sicherheits- und Kommunikationstechnik/Fahrkomfort

  • Fahrerassistenzsysteme, Autonomes Fahren
  • Telematiksysteme für das Fahrzeug

Logistik

  • Intelligente Logistik im urbanen Raum sowie Warenumschlagszentren
  • Logistik in Fabriken
  • Waren- und Gütertransport

Intelligente Verkehrssysteme (IVS)/Verkehrskonzepte/Verkehrstelematik

  • Verkehrsentwicklungsplanung, Verkehrsentwicklung, Elektromobilitätsinfrastruktur
  • Verkehrsmanagement, Verkehrssteuer und Verkehrsschutzanlagen
  • Soziale und ökologische Mobilitätskonzepte, Lebenslange Mobilität
  • verkehrslageabhängige Zielführung
   
SWOT - Analyse

SWOT-Analyse

Stärken

  • gute und profilierte Forschungsinfrastruktur in Logistik, Mobilität und Materialflusstechnik (Otto-von-Guericke-Universität mit Forschungsschwerpunkt Automotive, OvGU-ILM, IFAK, Fraunhofer IFF)
  • Vernetzung von Unternehmen mit der Forschung: Forschungsschwerpunkt Automotive, IKAM, MAHREG Automotive, Landesinitiativen ELISA, Angewandte Verkehrsforschung/Galileo.Transport Sachsen-Anhalt)
  • ausgeprägte Schwerpunkte der Zulieferer auf den Gebieten: Leichtmetallguss, metallische Komponenten des Antriebsstrangs, spezielle Hochleistungsverbundstoffe und Kunststofftechnik
  • hochwertiger Maschinenbau mit Systemführerschaft, z. B. Reibschweißen und innovative Softwarelösungen

Schwächen

  • Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Automotive-Sektor stark unterdurchschnittlich, fehlende Forschungs- und Entwicklungsabteilungen/-zentren in den Unternehmen
  • Strukturierung der ingenieurswissenschaftlichen Ausbildungen noch nicht abgeschlossen
  • Unternehmen für Ausrüstungen und Teile nur in unteren Stufen der Wertschöpfungskette, keine Systemlieferanten
  • keine Plattformtechnologie für innovativen polymerbasierten Leichtbau, bisher keine Verknüpfung zu biobasierten Leichtbaumaterialien
  • fehlende intelligente Vernetzung logistischer Standorte erhöht Wettbewerbsdruck und schwächt Entwicklung der Standorte

Chancen

  • Modellwechsel und neue Fahrzeugkonzepte der OEM
  • Technologiewechsel zu neuen Antriebssystemen, Sachsen-Anhalt kann wichtiger Produktionsort von Automotive-Zulieferer (TIER-2, TIER-3) werden mit Chancen als Teil-Systemlieferant
  • wachsender Markt für neue Leichtbaumaterialien und konstruktiven Leichtbau (Luft- und Raumfahrt, Automotive, Transport)
  • Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und Hochschulen erhöhen die Anwendungsnähe und Kooperation mit Unternehmen
  • nutzergerechte IKT-Lösungen für Fahrzeuge sowie für intelligente Verkehrssysteme und Logistik
  • Logistikkonzept des Landes Sachsen-Anhalt/intermodale Wertschöpfungsketten in der Logistik
  • Zukunftsprojekt Industrie 4.0
  • Grüne Logistik als Beitrag für energieeffiziente Ausrichtung des Verkehrs

Risiken

  • kürzer werdende Innovationszyklen (hohe Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen)
  • Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Automotive (Elektromobilität) auf Bundes- und Europaebene, an der Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Hochschulen aus Sachsen-Anhalt nicht oder gering beteiligt sind
  • steigender Preisdruck seitens der Autohersteller auf Zulieferer, steigende Rohstoffpreise
  • Verkehrswachstum erhöht Belastung und Verschleiß der Verkehrsinfrastruktur erfordert höhere Instandhaltung
   
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